Ein Bilderbuch-Dimanche.

Heute war einer dieser Tage, an denen man seinen Ablauf nicht voraussehen kann. Es war (ist) Sonntag. Nachdem das Herz und ich in den letzten Wochen wie die Verrückten geschuftet hatten und unser Zusammenleben in eine Zweckwohngemeinschaft (mit Klebezettelnachrichten und SMS als einzige Kommunikationsmittel) verwandelt wurde, beschlossen wir uns vier Tage freizunehmen. Gestern, es war grausig am Himmelszelt, nahmen wir die Einkausftaschen und zogen los, den Kühlschrank zu füllen. Daraufhin gab es nichts anderes als Lektüre und Schokolade. P.G. Woodehouse und sein Jeeves entlockten mir so manchen Lacher.

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Heute Morgen, nun, da sprangen wir auf, die Sonne schien prächtig, kein Schaf spazierte an der blauen Decke. Noch schnell den Fotoapparat gepackt (Intuition, Intuition!) und los ging es. Métro, bis obenhin gefüllt. In Colonel Fabien stiegen wir aus und ließen uns von unseren knurrenden Bäuchen im Café « La Fontaine de Belleville » absetzen (http://lafontaine.cafesbelleville.com/). Und, na klar, es war entzückend. Die Wände rot, muntere Kellner, die Tische klein, Spiegel an den Wänden, große Fenster… Ella, Nina, Stevie, Barry trällerten durch den Raum und wir schunkelten zwischen Müsli mit frischem Obst, Frühstücksei, frischem Saft, dicken Brotscheiben, gesalzener Butter und süßem pain perdu. Dazu ein hauseigener Kaffee, der einem die Socken auszog und wir waren glücklich. Schnatterten, planten Ferien und Ausflüge für die kommenden Jahre und genossen. Falls ihr mal einen (boden-)an-ständigen, schnabulierenden Brunch sucht, dann scheut nicht vor der Métrofahrt. Glaubt mir, es ist himmlisch.

Mit gut gefüllten Bäuchen zog es uns an den Canal Saint Martin über den Place de la République, zum Centre Pompidou, hinein in den Jardin des Tuileries und dann geradewegs in den Grand Palais zur Ausstellung mexikanischer Künstler (http://www.grandpalais.fr/fr/evenement/mexique-1900-1950). Dort eine Stunde verweilt, dann über die Seine, auf dem Boulevard Saint Germain flaniert, bis die Füße auf der Couch zur Ruhe kamen. Es war ein herrlicher Tag. Sonne pur (morgen habe ich bestimmt einen Sonnenbrand auf der Nase) und dazu diese magischen Herbstfarben. Paris im Herbst ist wirklich fabelhaft. Wie ein Bilderbuch. Die passenden Bilder folgen nun:

Nun einen gemütlichen Sonntagabend und morgen einen schönen Start in die neue Woche !

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